Kleinkinder müssen sich mit einer Vielzahl von neuen Keimen und Umweltstoffen auseinandersetzen. Diese natürlichen Vorgänge sind begleitet von einer Schwellung der Schleimhaut und der sog. Gaumen- und Rachenmandeln, in dem sich Merkzellen zur Keimerkennung sammeln. Typisch sind daher anhaltende entzündliche Schleimhautschwellungen mit gelblicher Sekret- und Borkenbildung in der Nase (Dauerschnupfen), verbunden mit einer Schwellung der Rachenmandel (im Volksmund Polypen genannt), nächtlichem Schnarchen und einer Blockade der Nasenatmung. Es kommt zur Mundatmung und zum Ausfall der Nase in ihrer Funktion als Filter- und Klimaanlage.

Klein- und auch noch Schulkinder leiden deshalb auch häufig an einer unerkannten Belüftungsstörung der Mittelohren, da deren Druckausgleich über den Nasenrachen erfolgt, jedoch bei Verlegung dieses Raumes nicht möglich ist. Dabei bilden sich schleimige Mittelohrergüsse – sog. Paukenergüsse – und eventuell wiederkehrende Mittelohrentzündungen mit einer Dämpfung und damit Verschlechterung der Hörleistung (vgl. „Hör-/Sprachstörungen bei Kindern“). Dies vermindert die Trennschärfe für Phoneme (kleinste, bedeutungsbildende Einheiten der Sprache – z.B. Katze/ Tatze; Lamm/ lahm). Dass Kleinkinder mit offenem Mund durch die Welt laufen und verzögert reagieren, hält die Umwelt häufig für normal. Jedoch ist bei Paukenergüssen bereits nach wenigen Monaten mit einer Sprachentwicklungsverzögerung zu rechnen. Nur HNO-ärztliche Untersuchungsmethoden erlauben eine sichere Zuordnung derartiger Störungen.