Schwindel001Wer es einmal erlebt hat, vergisst es so schnell nicht mehr! Meist aus dem allgemeinen Wohlbefinden heraus, akut einsetzend, bewegt sich die unmittelbare Umgebung. Es entstehen Dreh- und Schwankbewegungen, eine Gang- und Standunsicherheit und dies häufig dauerhaft oder auch nur in bestimmten Körperlagen, meist ohne vorherige Vorwarnung und mit oder ohne Übelkeit und Erbrechen.

Schwindel ängstigt die Patienten, weil sie auch bei Bewegungen des täglichen Lebens schnell unsicher werden. In der Regel liegen die Ursachen der Störung im Bereich des sog. Labyrinth, das neben Hörschnecke und Mittelohr liegt, selten aber auch im Gleichgewichtsnerv oder im Bereich des Hirnstamms. Plötzlich auftretende Schwindelattacken sind nicht ungefährlich, beispielsweise wenn sie bei Autofahrern auftreten oder dazu führen, dass man stürzt.

Ein massiver Dreh- oder Schwankschwindel – insbesondere wenn gleichzeitig Seh-/ Sprech-/ Schluck-/ Bewegungsstörungen oder Kopfschmerzen auftreten – sollte notfallmässig in einer spezialisierten Klinik überprüft werden. Zum Ausschluss eines Hirnstamminfarktes sollten Sie sich bei starkem Drehschwindel unverzüglich – ohne eine Stabilisierung abzuwarten – in das nächstgelegene Universitäts- oder Kantonsspital bringen lassen! Auch bei weniger beeinträchtigenden Beschwerden ist zur kurzfristigen spezialärztlichen Ursachenklärung zu raten, zunächst beim HNO-Arzt bzw. der ORL-Spezialistin, da hier für den Auslöser typische Reaktionen technisch belegt werden können. Gegebenenfalls werden Sie von dort beim Neurologen und Kardiologen angemeldet, da bestimmte Störungen auch aus diesen Gebieten heraus klärungspflichtig sein können.

Bei Ursachen wie bei der Schwächung der Gleichgewichtsnerven (sog. Vestibular-Neuritis) besteht eine klare Tendenz zur Spontanheilung oder ein einfacher und wirkungsvoller Behandlungsansatz (beim benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel). Es gibt aber auch lange anhaltende Störungen bei Verselbstständigung der Beschwerden (z.B. phobischer Schwankschwindel) oder wiederkehrende Beschwerden (Morbus Menière, vestibuläre Migräne etc.).